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Mit dem E-mobil auf dem Brocken
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Fahrt durch die Felder

Ich heiße Klaus-Dieter Degenhardt, bin Jahrgang 1939 und verheiratet. Ich habe 2 erwachsene Kinder (Sohn und Tochter). Seit etwa 1990 bin ich auf den Rollstuhl angewiesen.

Schon in meiner frühesten Kindheit wollte ich immer nur spielen und basteln.So bekam ich dann mit etwa 8 Jahren meinen ersten „Inventrix“ Metallbaukasten.

Mit etwa 10 Jahren bekam ich meinen ersten Märklin-Baukasten100.
Einige Jahre später bekam ich den Kasten 102 geschenkt. Ich baute alle Modelle aus dem Vorlagenbuch und auch viele eigene kreative Modelle.
In Märklinkatalogen entdeckte ich auch die elektrische Eisenbahn. Da ich damals wenig Taschengeld bekam, baute ich mir aus Büchsenblech mit einer normalen Schere (von Hand in Streifen geschnitten) meine ersten H0-Schienen. In mühevoller Arbeit entstand dann ein Drei-Leiter-Schienenoval. Die Loks liefen aber nicht besonders gut und entgleisten auch häufig.
Aber mein wahres Hobby blieb der Metallbaukasten. Von meinem ersten Geld nach der Lehre zum Technischen Zeichner kaufte ich mir dann den Baukasten 104 von Märklin. Jetzt konnte ich schon schöne große Modelle bauen. Durch Hinzukaufen von Einzelteilen hatte ich dann irgendwann den größten aller Märklin-Baukästen 105 zusammen.

Parallel dazu hatte ich auch eine Märklin H0-Eisenbahn natürlich mit richtigen Schienen.
Doch mein Traum war es, große Lokomotiven zu besitzen.
Da ich keine Werkzeugmaschinen hatte, baute ich mit den einfachsten Hilfsmitteln wie: Messer, Laubsäge, Drillbohrer und Schmirgelpapier aus Holz Spur 1 Modelle (Maßstab 1:32).
Ich benutzte aber kein gewöhnliches Sperrholz, sondern Streichhölzer.

Dazu musste ich erst mal tausende von Streichhölzern köpfen.
Anschließend klebte ich mir mit normalem Alleskleber Flächen zusammen. Wenn ich mehrere Schichten brauchte, klebte ich kreuzweise die Flächen übereinander. Dadurch waren sie fast so stabil wie Sperrholz.
Für Rundteile klebte ich mir erst quadratische lange Körper, um sie dann abzufeilen. Später kaufte ich mir eine Handbohrmaschine, womit ich dann Rundteile maßgenau herstellen konnte.
Bei kleinen Speichenrädern sägte ich alle Speichen mit der Laubsäge aus, bei großen Rädern wurden nasse Streichhölzer in eine Kreisform gepreßt. Nach der Trocknung klebte ich in mehreren Schichten Ringe zusammen und setzte die Nabe, Gegengewicht und Speichen ein. (Siehe Herstellungsstufen bei der Baureihe 06).
Die mühsamste und auch langweiligste Arbeit waren immer die Räder.
Diese produzierte ich immer zuerst. Danach ging es schnell voran mit dem Rahmen, dem Kessel und dem Führerhaus. Die Heusinger Steuerung war auch noch eine sorgfältige und präzise Feinarbeit. Interessant wurde es dann mit allen Feinheiten, wie Schornstein, Armaturen, Lampen, Kupplungshaken, Rohrleitungen, Leitern und sonstigen Kleinteilen. Aber diese sind gerade das I-Tüpfelchen bei jedem Modell.(Siehe Detailaufnahmen bei der Baureihe 50).
So entstanden inzwischen 5 Lokomotiven aus Streichhölzern und das „Schweizer Krokodil“ aus Sperr-und Rundhölzern, sowie Messingdraht.
Diese Vitrinenmodelle rollen leichtgängig, besitzen aber keinen Motor.
Begonnen habe ich mit Modellen von Brücken, Windmühlen, einem Riesenrad und der „Santa Maria“ von Kolumbus. (Siehe Verschiedenes).

Auch in vielen Tageszeitungen wurde schon über meine Bastelarbeiten berichtet (siehe Zeitungsarchiv). Sogar das ZDF mit dem bekannten Peter Frankenfeld hatte mir mal geschrieben. Später bekam ich eine Absage. Im Mai 2005 war das SWR-Team bei mir und hat einen 11 Minuten Film für die Sendung "Eisenbahn-Romantik" gedreht.
Da ich aus gesundheitlichen Gründen keine Streichholzarbeiten mehr ausführen kann, werde ich zukünftig wieder tatkräftig Metallbaukasten-Modelle bauen.

Ich möchte mich bei meiner Frau und Kindern bedanken, dass sie so geduldig mein Hobby ertragen und mich bisher immer in Krisenzeiten aufgebaut haben.

Danken möchte ich auch meinem Sohn, der mir diese Homepage gestaltet hat.


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